Aktuelles
Was die Kosaken sangen –
Das Chorprojekt unseres Männerchors
Lieder aus dem alten Russland wird der Polizeichor Esslingen für sein Muttertagskonzert am 12. Mai im ev. Gemeindehaus am Blarerplatz in Esslingen einstudieren. Der „Herrliche Baikal“, „Suliko“, das traurige Lied von der Liebsten und „Wo die Wolga fließt“, werden in das Repertoire des Polizeichors aufgenommen. Etwa 12, meist bekannte altrussische Lieder will Hartmut Volz, der Chorleiter des Polizeichors, bis zum Konzert im Mai neu einstudieren. Die Lieder werden in deutscher Sprache gesungen.
Um den Polizeichor für dieses Vorhaben zu verstärken, suchen wir Sänger aller Stimmlagen und aus ALLEN Berufs- und Altersgruppen. Wir sind nicht der „Betriebschor der Polizei“, sondern musizieren von Anfang an auch mit Sängern aus polizeifremden Berufen. Wer bereits Freude am Chorgesang hat oder sein Gesangstalent neu entdecken will, ist herzlich eingeladen. Ein Besuch der Chorproben ist natürlich unverbindlich. Die Einladung zur aktiven Teilnahme an diesem Projekt ist mit keiner Mitgliedschaft im Chor verbunden und der Ausstieg nach dem Konzert ist problemlos. Hartmut Volz legt bei seinen Chorproben großen Wert auf permanente Stimmbildung in der Gruppe, sodass auch Neulinge oder Wiedereinsteiger rasch an den Chorgesang herangeführt werden. Das zwanglose Gespräch unter Freunden nach jeder Singstunde ist, so man daran teilnehmen will, Normalität.
Also ihr Bässe und Tenöre, kommt einfach vorbei und überzeugen sie sich von der musikalischen Qualität des Polizeichores und dessen kameradschaftlicher Atmosphäre.
Die Chorproben sind jeweils am Dienstag von 16 bis 17.45 Uhr in der „Alten Aula“, der Kantine des Ordnungsamtes Esslingen, Beblinger Str. 3. Der Eingang ist rechts neben dem Bürgeramt. Parkmöglichkeiten gibt es im danebenliegenden Parkhaus.
Chorwettbewerb
„Wir sind jetzt 20 Jahre alt und ich möchte gerne sehen, wo wir im Vergleich zu anderen Chören stehen. Ich habe unseren Chor zu einem Wettbewerb angemeldet“. Das war Mitte Juli die Ankündigung unseres Chorleiters Hartmut Volz.
Wir Sänger waren etwas überrascht, denn noch nie wurden wir in dieser Weise gefordert. Konzerte, Ständchen, Workshop – kein Problem, aber einen „Wettstreit“.
Und unser Chorleiter weiter: „Der Schwäbische Chorverband veranstaltet den Carl-Friederich-Zelter Chorwettbewerb, der am 9. und 10. Oktober 2010 in der freien Waldorfschule in Esslingen stattfindet - und wir sind dabei“.
In der Ausschreibung zum Wettbeswerb lautet es: Ziel ist nicht der Gewinn einer Trophäe, sondern das Wertungssingen. Die konstruktive Kritik einer ausgesuchten Fachjury soll hilfreiche Tipps geben. Der Vortrag wird bewertet und das Angebot zu einem chorpädagogischen Gespräch, zu dem sich jeder teilnehmende Chor anmelden kann, steht auf der Agenda. Vorzutragen sind a capella Chorwerke nach freier Wahl aus mindestens zwei Epochen und ein deutsches Volkslied. Vortragsdauer 10 Minuten.
Von den etwa 1500 Chören aus ganz Baden Württemberg haben sich 27 Chöre dem Wettbewerb gestellt und quer durchs Ländle kamen die hoch motivierten Chorsänger nach Esslingen gereist.
Pünktlich um 15.30 Uhr standen wir im voll besetzten Musiksaal vor der Jury. Dass wir unsere Literatur frei vortragen, war Ehrensache.
Von unserem Chorleiter Hartmut Volz wurden nachfolgende Chöre ausgesucht:
„Zigeunerchor“ aus der Oper „Preciosa“ von Carl Maria von Weber (Im Wald, wo’s Echo schallt)
„Gebet“ von Wilhelm Heinrichs nach Worten von Eduard Mörike.
„Wahre Liebe“, eine Volkspoesie von Leos Janacek.
Unsere selbstkritische Einsachätzung nach dem Auftritt war „nicht schlecht, aber…“
Bevor es zur Bekanntgabe der Wertung kam, wurde unser Chorleiter zum chorpädagogischen Gespräch bestellt. Die Jury: „Beim Zigeunerchor habt ihr ein Fortissimo gesungen, in der Partitur steht ein Forte“. Unser Chorleiter: „Ich denke, wenn man laut in den Wald hineinruft, kommt auch ein gutes Echo heraus“, „Zwei Takte vor Schluss hat der zweite Bass zweistimmig gesungen“ – „Ich habe das noch nie bemerkt, kann aber darüber nicht streiten“. So wurde unser Vortrag zerpflückt und auf Intonationsstellen aufmerksam gemacht, die der „normale“ Zuhörer nie bemerkt, die aber zur Werkstreue gehören. Mit leicht gesenktem Haupt kehrte Hartmut Volz aus dem insgesamt positiven chorpädagogischen Gespräch zurück.
Nun ging es zur Bekanntgabe der Gesamtwertung des Wettbewerbs. Von unten nach oben wurde der Leistungsstand der teilnehmenden Chöre angesagt. Unser erster Vorsitzender, Eugen Franz, saß nun ebenfalls hochgespannt da und dachte „sagt bloß nicht all zu früh „Polizeichor Esslingen“. Nachdem die Teilnehmer, die „Mit gutem Erfolg teilgenommen“haben, verlesen wurden, war unser Chor immer noch nicht dabei. Es gab eine kleine, aber gefühlsmäßig riesen Pause. Hat man uns vergessen? Fragte sich Eugen Franz. Als dann „Mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“ hat der Polizeichor aus Esslingen, vorgelesen wurde, waren den beiden Verantwortlichen Erleichterung und Freude über den überraschenden Erfolg ins Gesicht geschrieben.
Der Chor der Polizeidirektion Esslingen hat ein Ergebnis von 21 Punkten von 25 möglichen Punkten eingesungen. Der Daimler Benz Chor, ebenfalls von Hartmut Volz künstlerisch geleitet, bekam 21,25 Punkte und hat ebenfalls „Mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“.
Von den 27 Chören haben 5 Chöre das Ergebnis „Mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“ mit nach Hause nehmen dürfen. Nur ein Teilnehmer konnte das Maximalergebnis von 25 Punkten einfahren.
Wir Sänger sind stolz auf diese Bewertung und werden uns bemühen, diesen sehr guten Standard zusammen mit unserem Chorleiter zu erhalten und zu festigen.